Studie OPTICO-ACS II
Studienstatus: in Studie
Die OPTICO-ACS-II-Studie am Friede Springer – Cardiovascular Prevention Center der Charité untersucht insbesondere die bislang wenig erforschte Plaque-Erosion, um neue Erkenntnisse für eine präzisere Risikoeinschätzung und gezielte Prävention zu gewinnen.
Warum Herzinfarkte unterschiedliche Ursachen haben können
Ein akutes Koronarsyndrom (ACS), besser bekannt als Herzinfarkt, ist ein medizinischer Notfall: Durch den plötzlichen Verschluss einer Herzkranzarterie wird die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels kritisch eingeschränkt oder komplett unterbrochen. Welche Prozesse jedoch zu diesem Verschluss führen, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, was auch das Risiko für Folgeerkrankungen maßgeblich beeinflusst.
Plaque Ruptur und Plaque Erosion
Die häufigste Ursache ist die sogenannte Plaque Ruptur. Dabei reißen Fettablagerungen (vor allem durch LDL-Cholesterin) in der Gefäßwand auf und bilden ein Blutgerinnsel, das die Herzkranzarterien blockiert. Die Risikofaktoren dafür sind bereits gut bekannt: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und erhöhte Blutfettwerte.
Ganz anders verhält es sich bei der zweithäufigsten Ursache, der Plaque Erosion: Hier sind die genauen biologischen Mechanismen bisher wenig erforscht. Bekannt ist lediglich, dass sie überproportional oft jüngere Frauen betrifft. An genau dieser Wissenslücke setzt die OPTICO-ACS II Studie am Friede Springer Präventionszentrum an.
Wie wird diese Studie durchgeführt?
Dafür kombiniert das Forschungsteam hochauflösende Bildaufnahmen der Herzkranzgefäße mit präzisen Laboranalysen von Immunzellen und Entzündungsreaktionen. Diese Verknüpfung soll entschlüsseln, warum bestimmte Gefäßveränderungen instabil werden und zum Infarkt führen. Zudem wird nach neuen Biomarkern gesucht, um das individuelle Risiko betroffener Personen künftig viel genauer bestimmen zu können.
Ziel der Studie
Bessere Einblicke in die Entstehung koronarer Ereignisse, um insbesondere Patientinnen und Patienten mit einer Plaque Erosion frühzeitiger zu diagnostizieren und maßgeschneidert vor weiteren kardiovaskulären Ereignissen zu schützen.


Akuter Verschluss einer Herzkranzarterie.
Projekt-Mitarbeitende
- Prof. Dr. U. Landmesser (PI)
- Dr. med. Y. Abdelwahed (Co-PI)
- Dr. med. Denitsa Meteva (Co-PI)
- Meret Fischer, MSc, PhD Candidate
- Sabine Knüppel, MTA
Bei Fragen zu dieser Studie können Sie sich gerne an Frau Dr. D. Meteva wenden:
denitsa.meteva@dhzc-charite.de